Übergriffe auf Rettungskräfte und Polizei härter bestrafen

Rund 130 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kirchen, Polizei kamen zum Neujahrsempfang der Wetzlarer Malteser
Frank Steinraths, Mitglied des hessischen Landtags, bei seiner Ansprache

Wetzlar „Fürchtet euch nicht“ unter diesem Bibeltext hat die katholische Hilfsorganisation der  Wetzlarer Malteser ihre diesjährige Arbeit gestellt, in diesem Sinne wollen wir in all unseren Gliederungen unsere Arbeit gestalten“, betonte der Kreis-und Stadtbeauftragte, Boris Falkenberg, als er die rund 130 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kirchen, Polizei, und befreundeten Hilfsorganisationen bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Malteser-Zentrum begrüßte. Unter ihnen Hans-Jürgen Irmer (CDU) (MdB), die Mitglieder des Hessischen Landtages Frank Steinraths (CDU) und Matthias Büger (FDP), Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) und Stadt-verordnetenvorsteher Udo Volck (SPD), Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und Polizeidirektor Siegfried Schulz. Sein besonderer Gruß galt dem neuen seelsorglichen Begleiter der Malteser, Kaplan Sven Merten von der kath. Domgemeinde. „Dem im Sommer plötzlich verstorbenen katholische Dompfarrer Peter Kollas, der über 20 Jahre als Seelsorger die Malteser geleitete, wurde Posthum die große Dankplakette der Deutschen Assoziation des Malteserordens verliehen“. Boris Falkenberg stellte die Urkunde im Wortlaut vor.

„Wir wollen mit unserer Arbeit auch ein Zeichen gegen die Ängste und Befürchtungen setzen, die laut einer aktuellen Statistik über 41 Prozent der Deutschen haben. Diese reichten von neuen Flüchtlingsströmen, über rechtsradikale Gewalt, von Armut im Alter, der Pflegesituation, bis hin zu Sorgen wegen der Umwelt. All den Menschen möchte ich zurufen „Habt Vertrauen!“ In unsere Politiker, die alle angetreten sind, um den Menschen zu dienen.

„Bezeugung im Glauben und Hilfe den Bedürftigen, ist kurz zusammengefasst, das Motto des Malteser Hilfsdienstes, und sagt viel aus. Sie haben auch im letzten Jahr vielen Menschen in Not beigestanden, dafür kann man ihnen gar nicht genug danken“, betonte der Landtagsabgeordnete Frank Steinraths in seiner Ansprache. „Ehrenamtliche Aktivität ist eine wichtige Stütze in unserer Gesellschaft, die wir nicht hochgenug einschätzen können. Über 35 Prozent aller Deutschen sind in den unterschiedlichsten Vereinen, Verbänden und Hilfs-organisationen ehrenamtlich aktiv und opfern dafür einen Großteil ihrer Freizeit, sie sind die wohl wichtigste Stütze in unserer Gesell-schaft. Wenn die Malteser ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht hätten, können viele Menschen nicht gerettet und versorgt werden. Dafür gebührt ihnen meine und unserer aller Hochachtung."

„Doch Dank und Respekt allein reichen nicht aus“, so der Landtagsabgeordnete und verwies auf die hessische Landesregierung, den Katastrophenschutz durch die Beschaffung neuer Fahrzeuge sowie zusätzlichen Geldmitteln für Schulung und Unterbringung von Fahrzeugen bereitstelle.  Mitte Dezember 2019 konnte ein neues Notarzt-Dienstfahrzeug für die Malteser-Rettungswache in Braunfels durch die Malteser beschafft werden. „Wichtig ist mir aber auch der Respekt vor den Rettern und Einsatzkräften. Die zunehmenden Übergriffe auf Rettungskräfte und die Polizei im Einsatz nehmen weiter zu. Die Angreifer und Gewalttäter müssen durch die Justiz noch härter bestraft werden“, forderte Steinraths. Sowohl die Politik aber auch der überwiegende Teil unserer Gesellschaft ist der gleichen Meinung.

„Seit über 56 Jahren sind sie in Wetzlar und im Lahn-Dill-Kreis aktiv, und durch ihre vielfältigen Einsätze bei vielen Menschen präsent geworden. Diese wissen im Falle eines Falles kann man sich auf die Malteser verlassen“, lobte der Politiker die Malteser.  „Neben ihrem Rettungsdienst möchte ich ihren Begleitdient und die Hilfe für ältere Menschen besonders lobend erwähnen“. Das Thema Einsamkeit ist leider sehr präsent. Nicht jeder hat im Alter noch die Möglichkeit seine Familie oder Freunde um sich zu haben. Umso wichtiger ist es, dass sie Begleit- und Besuchsdienste anbieten und mit ihrem bekannten „Essen auf Rädern“ die Menschen versorgen. Mit dem Hausnotruf der Malteser können Senioren 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Notfall Hilfe anfordern. Viele Angebote, die es den älteren Menschen ermöglichen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Auch die Erste-Hilfekurse in den Schulen, und die Ausbildung von Schülern und Lehrern als Schulsanitäter möchte ich hier erwähnen, denn sie kommen sehr gut an, und haben sich bei vielen Notfällen bestens bewährt. (Text und Fotos Werner Volkmar)